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Kolumbien: Verzweifelter Kampf für die Anerkennung eines Arbeitsunfalls

In Zusammenarbeit mit IndustriALL, einer globalen Gewerkschaftsföderation mit 50 Millionen Mitgliedern in 140 Ländern in der Bergbau-, Energie- und produzierenden Industrie, eine neue Kraft der globalen Solidarität, die den Kampf um bessere Arbeitsbedingungen und Gewerkschaftsrechte weltweit aufnimmt.

Rubén Montoya wurde im Juli 2002 auf der Arbeit in der Tenaris-TuboCaribe Fabrik in Turbaco, Kolumbien, von einem 8 Meter langen Rohr am Brustkorb schwer verletzt. Seit 2002 ist Rubén Montaya immer wieder in ärztlicher Behandlung und im Krankenhaus. Er kehrte zwei Mal zurück in den Job und wurde schließlich gekündigt. Bisher verweigert Tenaris-TuboCaribe Entschädigungszahlungen und auch die Versicherungsfirma SURA hat die Zahlung einer Behindertenrente abgelehnt. Außer Stande, die Situation länger hinzunehmen, ging Rubén Montaya im Februar 2012 in den Hungerstreik. Tenaris-TubeCaribe und SURA versprachen seine Position zu überprüfen, wenn er den Hungerstreik beendet. Im Ergebnis auf die versprochene Prüfung teilten Tenaris-Tube-Caribe und SURA mit, dass sie ihre Position nicht ändern. Rubén Montaya versuchte daraufhin im März 2012, sich selbst umzubringen. Im September 2013 wies ein Gericht nun an, dass er Anspruch auf einen Job entsprechend seiner Behinderung habe, ihm der Lohn seit seinem Unfall auszuzahlen ist sowie die Zahlung der Rente. Tenaris-TuboCaribe und SURA gehen nun in Berufung und fechten die Entscheidung der Lohnauszahlung und des Rentenanspruchs an So wollen sie den geforderten Zahlungen aus dem Weg gehen. Nach nun zwei Jahren ist die Situation noch immer nicht geklärt. Die Versicherung und der Arbeitgeber Tenaris-TuboCaribe bleiben hart und verweigern die Anerkennung der Rechte von Rubén Montaya auf Lohnauszahlung und Behindertenrente. Vor dem Hintergrund, dass die Familie zerstört und die Hoffnung erschüttert ist, verübte Rubén Montaya am 23. August 2014 auf dem Lande weit weg von seinem zu Hause erneut einen Selbstmordversuch.




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