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Usbekistan: Gerechtigkeit für Uktam Pardajew, Menschenrechtsaktivist

In Zusammenarbeit mit der Internationalen Lebensmittelunion (IUL), dem Internationalen Forum für Arbeitsrechte (ILRF) , Uzbek-German Forum for Human Rights, und der Assoziation für Menschenrechte in Zentralasien (AHRCA)

Die Regierung von Usbekistan will den massiven Einsatz von Zwangsarbeit in der Landwirtschaft weiter ermöglichen. Deshalb werden Bürger_innen, die versuchen, diese zu dokumentieren schikaniert, festgenommen, verhaftet und in manchen Fällen sogar gefoltert.
Uktam Pardajew, ein Menschenrechtsaktivist aus Jizzakh und Mitglied der unabhängigen Monitoringgruppe für die Baumwollernte, wurde am 15. November 2015 aufgrund gefälschter Vorwürfe des Betrugs, der Annahme von Schmiergeld und der Beleidigung festgenommen. Pardajew wurde 8 Wochen in Untersuchungshaft gehalten. Die Untersuchungsbehörden steckten ihn in eine feuchtkalte Zelle mit einer dreckigen Matratze als Schlafgelegenheit und zu wenig Essen. Pardajew musste mit ansehen, wie Mitgefangene gefoltert und misshandelt wurde, um Geständnisse zu erpressen. Er wurde unter Druck gesetzt zu gestehen und einmal auch selbst brutal geschlagen.
Menschenrechtsorganisationen weltweit, darunter Human Rights Watch und amnesty international, haben die sofortige Freilassung von Uktam Pardajew gefordert. Am 11.1.2016, wurde er zu drei Jahren auf Bewährung verurteilt. Während dieser Zeit kann er zu Hause leben, jedoch unter ständiger Überwachung durch Sicherheitskräfte, die seine Bewegungsfreiheit und Aktivitäten stark einschränken. Die Behörden schikanieren auch Uktam Pardajews Verwandte und Freund_innen, die überwacht, befragt und bedroht werden.




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